Leave your body like a Shell
ist ein Unterwasserfilm und performatives Selbstporträt von Johanna Keimeyer über Freiheit und Transformation. Der Körper erscheint als Hülle, als Vehikel, das uns durch die Welt trägt – während der Geist ungebunden, fließend und grenzenlos bleibt.Innerhalb der Begrenzungen von Atem und Schwerkraft öffnet sich ein Raum, in dem Freiheit vorgestellt, gefühlt und gelebt werden kann.
Die filmische Reise beginnt in einer verschneiten Winterlandschaft, wo ein Pool langsam einschneit. Aus dieser gefrorenen Stille heraus taucht ein Kleid auf – Sinnbild der Körperhülle. Kurz darauf erscheint die Künstlerin, die mit dem Kleid durch Wasser und traumartige Räume schwebt. Unter Wasser wechselt sie zwischen Zuständen: mal auf den Boden sinkend, mal in die Weite des Ozeans aufsteigend, mal im tillen Dialog mit dem Kleid. Immer wieder wechselt das Bild zwischen Begrenzung und Weite – zwischen Enge des Pools und der grenzenlosen Freiheit des Meeres. In der Schlusssequenz wird die Künstlerin rückwärts aus der Tiefe an die Oberfläche gezogen – wie ein Schwellenmoment zwischen Traum und Erwachen, zwischen Befreiung und Rückkehr.
Die Künstlerin trägt im gesamten Film Stücke aus einer der neuesten Wunderkind-Kollektionen von Wolfgang Joop und hinterlässt am Ende ein einziges Haute-Couture-Kleid als Relikt der Erfahrung.
Artist Statement
„In meinem Film erforsche ich Freiheit – die Freiheit des Denkens, des Geistes. Der Körper ist nur eine Hülle, ein Vehikel, durch das wir uns bewegen, doch er begrenzt den Geist nicht. Auch wenn wir an physische Grenzen, an Atem und Schwerkraft gebunden sind, bleibt der Geist grenzenlos. Ich kann wählen, was ich denke, was ich fühle und wo ich mich in meiner Vorstellung befinde. Kalt oder warm, nah oder fern – ich bin frei von allen Umständen, fähig, meine eigene innere Welt zu erschaffen und zu bewohnen:
Sei frei.“
Ausstellungen & Screenings (Auswahl)
kommunale rk-Galerie im Ratskeller, Berlin
17. Oktober 2025 – 7. April 2026
MONOPOL Berlin - Farbapparat 2
Gallery Weekend Berlin, 24.–26. April 2026
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